"Die Polizistin"
| Kino/BRD - 2000 Regie: Andreas Dresen Die Hoffnung auf den beruflichen und privaten Neubeginn überwiegt, als es die junge Polizistin Anne (Gabriela Maria Schmeide) nach ihrer Polizeiausbildung in die Tristesse des Rostocker Plattenbauten-Bezirks Lütten-Klein verschlägt. Doch der Polizeialltag ist bestimmt von zäher Bürokratie und der Umgang mit den Menschen, deren Realität von sozialer Armut geprägt ist, gestaltet sich für Anne schwierig. Es fällt ihr schwer, Distanz zu halten. "Du mußt dir eine dicke Haut zulegen", empfiehlt der Kollege Mike (Axel Prahl), der gerne mehr will als das vertrauensvolle, kumpelhafte Verhältnis zu Anne. |
Als Anne den 10jährigen Benny trifft, der in seinem familären Umfeld keinen Halt findet, beschließt sie, sich um ihn zu kümmern. Dabei lernt sie Bennys Vater kennen, den russischen Kleinkrimminellen Jegor, zu dem sie sich auf eigenartige Weise hingezogen fühlt. Doch der Spagat zwischen persönlicher Anteilnahme und beruflicher Pflicht fällt Anne zusehends schwerer. Als Jegor versucht, Geld für Bennys Klassenreise aufzutreiben, geraten die Ereignisse außer Kontrolle. |
2001 wurde Gabriela Maria Schmeide mit dem 37. Adolf Grimme Preis „mit Gold“ für die „Hauptdarstellung“ in „Die Polizistin“ ausgezeichnet.
Pressestimmen:
Junge Welt: "Die Polizistin" lässt einfach hoffen . . . Eine einfache, realistische Sozialstudie ohne Schlaumeier-Tonfall, in der Hauptrolle die grandiose Gabriela Maria Schmeide, dazu präzise Dialoge und ein Plot, der nicht alles zu Ende erzählen muss. Schön, gescheit und wahrhaftig.
film-dienst 10/2001: Ein hervorragend inszeniertes, faszinierend authentisches, von einer hervorragenden Hauptdarstellerin geprägtes Sozialdrama, das sich selbst in den dunkelsten Momenten Optimismus und trockenen Humor bewahrt.